Dr. des. Jonas Held

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Professur Theoretische Philosophie

jonas.held[at]uni-leipzig.de

Phone: +49 (0) 341 97-35805

Universität Leipzig
Institut für Philosophie

Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Room: H1 1.11
Sprechzeiten: Di 13.30 – 15.00 Uhr u.n.V. – Anmeldung erforderlich!

Jonas Held ist seit Oktober 2016 Assistent am Lehrstuhl für Theoretische Philosophie. Er studierte Philosophie, Geschichte und Soziologie in Basel und Berlin. 2009 schloss er sein Studium in Basel mit einer Arbeit zu Immanuel Kants Urteilstheorie ab. Von 2010 bis 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Menschliches Leben“ des schweizerischen Nationalfonds (SNF) an der Universität Basel. Nach einem Forschungsaufenthalt als Visiting Fellow an der Harvard University im Herbstsemester 2011 und einem längeren Aufenthalt an der Universität Leipzig wurde er 2016 mit der Arbeit „Schlussfolgern“ an der Universität Basel promoviert.

In seiner Dissertation stellt Jonas Held die Frage, wie eine Person wissen kann, dass ein Satz wahr ist, indem sie ihn aus anderen Sätzen deduktiv herleitet. Im Zentrum seiner Arbeit steht jedoch nicht die Frage, was ein Schluss verstanden als gültiger Zusammenhang von Sätzen ist, sondern die Frage, was es für uns konkret bedeutet, eine Schlussfolgerung zu vollziehen. Seine Arbeit ist damit an der Schnittstelle von Logik, Philosophie des Geistes und Erkenntnistheorie angesiedelt. In der zeitgenössischen Diskussion wird vielfach angenommen, dass der Vollzug einer Schlussfolgerung darin besteht, dass ein mentaler Zustand (das Akzeptieren der Prämissen) einen weiteren Zustand (das Akzeptieren der Konklusion) verursacht. Entgegen dieser Annahme verteidigt Jonas Held im Anschluss an Kant eine alternative Auffassung, gemäß der die Schlussfolgerung nicht als kausaler Prozess, sondern als Aktivität des Verbindens von Urteilen zu verstehen ist.