Dr. Rebekka Gersbach

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Professur Geschichte der Philosophie

rebekka.gersbach[at]uni-leipzig.de

Phone: +49 (0) 341 97-35814

Universität Leipzig
Institut für Philosophie

Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Room:  H2 1.03
Sprechzeiten: Dienstag 11-12 Uhr nach Voranmeldung!

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Rebekka Gersbach ist wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie. Sie studierte Philosophie, Volkswirtschaftslehre und Nachhaltigkeitsstudien in Basel und London und schloss ihr Studium 2008 in Basel mit dem Lizentiat ab. Von 2009 bis 2012 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Graduiertenprogramm „Menschliches Leben“ des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) an der Universität Bern. 2010 verbrachte sie ein Semester als Visiting Scholar an der University of Pittsburgh. Von 2012 bis 2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Die anthropologische Differenz aus empirischer und begrifflicher Perspektive“ des SMWK an der Universität Leipzig. 2103 wurde sie an der Universität Leipzig mit der Arbeit zum Thema praktisches Schließen promoviert.Die Arbeit mit dem Titel „Practical Reasoning as the Combination of Ends“ befasst sich mit der Frage, welche Form praktisches Schließen haben muss, um sowohl praktisch als auch gültig zu sein. Die Schwierigkeit, die sich bei der Beantwortung dieser Frage stellt, liegt darin, dass die konventionelle Weise, den Begriff praktischer Gültigkeit zu bestimmen, in ein Dilemma führt. Dieses Dilemma soll überwunden werden, indem zunächst die Bedingungen untersucht werden, die praktisches Schließen erfüllen muss um in Handlungen resultieren zu können. Anhand dieser Bedingungen wird zum einen die Form der Elemente, die im praktischen Schließen kombiniert werden, anhand des Zweckbegriffs, der eine interne Gliederung in endliche und unendliche Zwecke aufweist, bestimmt. Zum anderen wird die Gültigkeit praktischen Schließens als notwendige Übereinstimmung von Zwecken entwickelt.Die Entwicklung des Zweckbegriffs und des Gültigkeitsbegriffs wird auf der Grundlage einer kritischen Auseinandersetzung mit der rationalen Entscheidungstheorie durchgeführt. Diese eignet sich insofern als Kontrastfolie, als sie beansprucht, das Dilemma gestützt auf einen konsequentialistischen Gültigkeitsbegriff, der praktisches Schließen auf den Vergleich von vollständig bestimmten Optionen reduziert, lösen zu können. Die Zurückweisung dieser Lösung erlaubt es einerseits zu zeigen, dass Zwecke wesentlich allgemein sind und keine vollständige Bestimmtheit aufweisen können und andererseits, dass praktische Gültigkeit wesentlich als Kombination und Übereinstimmung zu verstehen ist und nicht auf ein Vergleichen von Optionen reduziert werden kann.

Forschungsschwerpunkte:
Moralphilosophie, Handlungstheorie, politische Philosophie, Philosophie der Ökonomie, Umwelt- und Gerechtigkeitsphilosophie, Philosophie der Emotionen, Kant, Aristoteles